dbb magazin 1-2/2026

Krisenfest in die Zukunft Wie stärken wir die Resilienz in der Bevölkerung? Michael Ebling In den vergangenen Jahrzehnten haben die Menschen den Katastrophenschutz wie einen nervigen Wecker wahrgenommen, bei dem man die Snooze-Taste drückt“, sagte Michael Ebling (SPD), Minister des Inneren und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz. „Aber inzwischen leben wir in Zeiten, in denen wir uns das nicht mehr leisten können.“ Zum einen machten sich die Folgen des Klimawandels stärker bemerkbar, unterstrich der Minister. Das zeigen die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal, mit deren Dimension und Wucht niemand gerechnet hatte, aber auch die Dichte von Extremwetterereignissen. „Und zum anderen natürlich ganz unmittelbar die Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Wir haben keine friedliche Situation mehr in Europa, das muss allen klar sein.“ Ebling: Wir leben in Krisenzeiten Der Staat muss sich gegen Desinformationskampagnen, hybride Angriffe auf IT sowie auf Infrastruktur wappnen, forderte der SPD-Politiker. „Wir müssen Standards, Verantwortlichkeiten und die Beschaffung an die aktuellen Gegebenheiten anpassen. Und dann geht es vor allem um eines: üben, üben und noch einmal üben.“ Die kommunale Zuständigkeit im Katastrophenschutz habe sich bewährt, sagte Ebling. Und Deutschland habe das Glück, auf umfassende ehrenamtliche Strukturen zurückgreifen Michael Ebling, Innenminister von Rheinland-Pfalz, forderte in seinem Impulsvortrag am 13. Januar 2026 auf der dbb Jahrestagung ein größeres Krisenbewusstsein. Doch auch anderswo besteht Nachholbedarf, wie das anschließende Diskussionspanel zu praktischen Fragen der Krisenvorsorge zeigte. FOKUS 19 dbb magazin | Januar/Februar 2026

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