dbb magazin 1-2/2026

TARIFPOLITIK Einkommensrunde für die Beschäftigten der Länder Zukunftsfähigkeit in Gefahr Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten der Länder 7 Prozent höhere Einkommen, mindestens 300 Euro sowie weitere Verbesserungen. Doch beim Verhandlungsauftakt am 3. Dezember 2025 in Berlin hatte sich die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) kaum sprechfähig gezeigt, und auch die zweite Verhandlungsrunde am 15. und 16. Januar in Potsdam endete ohne Angebot der Arbeitgeberseite. Bundesweite Warnstreiks und Demonstrationen frustrierter Kolleginnen und Kollegen waren die Folge. Wieder kein abschlussfähiges Angebot, keine echte Bewegung bei der TdL. Das ist enttäuschend!“, bilanzierte dbb-Chef Volker Geyer die zweite Verhandlungsrunde in Potsdam. „Wir wollten hier einen konkreten Einigungskorridor erarbeiten, um Mitte Februar tatsächlich abschlussfähig zu sein“, so der dbb-Verhandlungsführer weiter. „Das hat die Tarifgemeinschaft deutscher Länder scheinbar nicht gewollt. Wenn die TdL in der dritten Runde so weitermacht, fährt sie diese Tarifverhandlungen vor die Wand. Wir wissen jetzt vor allem, was angeblich alles nicht geht. Wie die TdL konkurrenzfähig bleiben, die immer drängenderen Personalprobleme in den Griff bekommen und verhindern will, dass die guten Leute zu anderen Arbeitgebern abwandern, darüber haben wir nichts erfahren“, so Geyer, der ankündigte, den Druck zu erhöhen und die Streikaktionen massiv auszuweiten: „Regional werden davon unter anderem weitere Unikliniken, Straßenräumdienste oder Tarifbeschäftigte in Schulen, Rechenzentren und Finanzämtern betroffen sein. Wir entschuldigen uns bei den bedbb-Chef Volker Geyer (links) sprach nach den ergebnislos vertagten Verhandlungen am 16. Januar 2026 in Potsdam mit der Presse. Demonstration am 9. Dezember 2025 in Ansbach. © Friedhelm Windmüller © Friedhelm Windmüller 6 AKTUELL dbb magazin | Januar/Februar 2026

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