Die Hamburgische Bürgerschaft hat beschlossen, dass auch die Beamtinnen und Beamten der Hansestadt Hamburg den 25-Prozent-Zuschuss zum Deutschland-Ticket erhalten, wenn diese das Ticket als sogenanntes Jobticket über die FHH beziehen. Diese Regelung gilt ab dem 1. April 2026 analog zur erzielten Tarifeinigung im Rahmen der kürzlich beendeten TV-L-Tarifrunde. Zu dieser Tarifeinigung gehört auch die Zulage für bestimmte bürgernahe Beschäftigungsgruppen der FHH (Hamburg-Zulage). In diesem Zusammenhang hat die Bürgerschaft den Senat aufgefordert, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der den Tarifabschluss zwischen den Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) systemgerecht übernimmt und der auch den jüngsten Anforderungen des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts aus dem September 2025 genügt. Thomas Treff, Vorsitzender dbb hamburg, sagte: „Ich freue mich sehr, dass die Bürgerschaft den Weg freigemacht hat, dass der sogenannte Jobticket-Zuschuss auch für die Beamtinnen und Beamten der FHH ab dem 1. April 2026 gilt. Das ist ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung und Verlässlichkeit. Und unser Dank geht an die FHH, die rechtzeitig die notwendigen administrativen Vorbereitungen dafür getroffen hat. Wir begrüßen auch, dass die Bürgerschaft den Senat ersucht hat, die übrigen Punkte aus der Tarifeinigung mit der TdL jetzt in einen Gesetzentwurf zu gießen und der Bürgerschaft vorzulegen. Neben der Hamburg-Zulage und den linearen Anpassungen soll dabei auch die jüngste Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zur amtsangemessenen Alimentation berücksichtigt werden.“ Für den dbb hamburg sei allerdings unklar, warum im Antrag nur von einer systemgerechten Übertragung des Tarifergebnisses die Rede ist. Treff: „Wir fordern, dass es auch eine zeitgleiche Übertragung gibt. Viele andere Bundesländer haben diese zeitgleiche Übertragung bereits erklärt, nur Bayern scheint einen anderen Weg zu gehen. Wir warnen davor, dass Hamburg diesen bayerischen Irrweg mitgeht.“ dbb hamburg Jobticket-Zuschuss für Beamtinnen und Beamte gefordert Eine Befragung von über 5 000 Kitaleitungen zeigt eine hohe Arbeitsbelastung, weil großes Engagement die zu geringe Leitungszeit ausgleichen muss. Das teilte der Verband Bildung und Erziehung am 13. April 2026 mit. „Der Übergang von der Kita in die Grundschule ist ein elementarer Schritt in der Bildungsbiografie. Wir sehen, dass das pädagogische Wissen und eine hohe Bereitschaft zur Kooperation vorhanden sind. Aber fast 80 Prozent der Kitaleitungen geben an, dass Personal und Zeit fehlen“, so VBE-Chef Tomi Neckov. „Je strukturierter die Zusammenarbeit ist, umso besser können Kinder in den Prozess des Übergangs eingebunden werden. Dafür müssen alle Verantwortungsebenen stärker miteinander kooperieren. So stellen es die Bildungsminister- und die Jugend- und Familienkonferenz auch in ihren kürzlich veröffentlichten Empfehlungen zum Übergang von der Kita in die Schule heraus. Jetzt muss dieser politische Wille aber auch praktische Konsequenzen haben. Ein gelingender Übergang braucht Ressourcen.“ Über die Hälfte der Kitaleitungen sagt, die vertraglich vereinbarte Leitungszeit liege unter der tatsächlichen Leitungszeit. So wenden zum Beispiel fast drei Viertel der Leitungen 60 Prozent ihrer Arbeitszeit für Leitungsaufgaben auf, aber nur der Hälfte steht dieses Stundenkontingent auch vertraglich zu. Neckov: „Die Daten zeigen kein Belastungsproblem einzelner Einrichtungen – sondern ein System, das nur funktioniert, weil Leitungen dauerhaft über ihre Grenzen gehen. Das zeigt sich auch daran, dass fast 40 Prozent den Job nicht oder nicht mehr weiterempfehlen würden.“ Über die vergangenen Jahre hinweg geben zwar weniger Kitaleitungen an, dass es schwieriger wird, Personal zu finden. Trotzdem geben nur 15 Prozent an, Personal sei leichter zu finden. Tomi Neckov warnt deshalb: „Die Situation ist sehr heterogen. Während wir im Westen und Süden des Landes noch mitten im Ausbau des Betreuungssystems sind, entsteht im Osten des Landes durch die demografische Entwicklung das Potenzial für kleinere Gruppen und die Einhaltung der wissenschaftlich empfohlenen Fachkraft-Kind-Relation.“ VBE Übergang zur Schule im Fokus Tomi Neckov, Bundesvorsitzender des VBE Thomas Treff, Vorsitzender des dbb hamburg 44 KOMPAKT dbb magazin | Mai 2026
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