dbb magazin 5/2026

SENIOREN Hauptversammlung der dbb bundesseniorenvertretung Das Berufsbeamtentum ist ein Vorteil für Deutschland Den sich verschärfenden Angriffen auf das Berufsbeamtentum treten dbb und dbb bundesseniorenvertretung faktenbasiert entgegen. Viele Menschen haben anscheinend vergessen, was Beamtinnen und Beamte tagtäglich für unser Land tun“, sagte dbb-­ Seniorenchef Horst Günther Klitzing und wusste sich da einig mit dem dbb-Bundesvorsitzenden Volker Geyer, der kurz zuvor auf der Hauptversammlung der dbb bundesseniorenvertretung am 14. März 2026 im dbb forum berlin von der Arbeit des dbb berichtet hatte. Der Vorsitzende der dbb bundesseniorenvertretung nahm in seiner Rede zu den verbalen Angriffen auf den öffentlichen Dienst Stellung und unterstrich, dass Deutschland mit dem Berufsbeamtentum über einen viel zu oft übersehenen Vorteil verfüge: „Im Vergleich zu anderen Ländern haben wir eine berechenbare Verwaltung, die nachvollziehbare Entscheidungen trifft.“ Und der Seniorenchef merkte an: „Die Bundesregierung hat zu den Themenbereichen Pflege und Gesundheitswesen, die Seniorinnen und Senioren ja besonders betreffen, bisher keinerlei konkrete Schritte eingeleitet, obwohl der dbb und die dbb bundesseniorenvertretung regelmäßig Vorschläge dazu unterbreitet und Gesprächsbereitschaft signalisiert hatten.“ Volker Geyer wiederum hatte sich auf die zahlreichen Vorschläge zu den notwendigen Reformen in den Bereichen Rente, Gesundheit und Pflege bezogen: Da tauchten derzeit immer wieder Forderungen nach Eingriffen in das Beamtenrecht auf. Bei Rufen nach einem „Beamtensoli“, wie kürzlich aus der Jungen Union, oder der Idee einer Eingliederung in die Rentenkassen, wie von Arbeitsministerin Bärbel Bas geäußert, handele es sich um reinen Populismus. „Aber Beamtenbashing kommt einfach gut an“, meinte Geyer und wies darauf hin, dass die derzeitige Beamtenbesoldung laut Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts nicht amtsangemessen sei. Er versprach: „Auch die Rentenkommission wird Vorschläge präsentieren, die uns nicht gefallen werden. Wir werden uns dem entgegenstellen. Faktenbasiert und fundiert sprechfähig.“ Den aktuellen Forderungen nach Karenztagen oder Kürzungen der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erteilte der dbb-Chef eine klare Absage: „Das trifft die Falschen!“ Vielmehr solle daran gearbeitet werden, die Ursachen hoher Krankenstände, etwa den steigenden Arbeitsdruck, zu beseitigen. „Die Opfer dieser Entwicklung zu bestrafen, das tragen wir nicht mit!“, so Geyer. _ Volker Geyer (Zweiter von rechts) mit Mitgliedern der dbb bundesseniorenvertretung. Horst Günther Klitzing © Anke Adamik (2) 34 INTERN dbb magazin | Mai 2026

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