rung. Mehrere Akteure kommen dabei in Betracht: gesetzliche Kranken‑ und Pflegekassen, Integrations‑ und Inklusionsämter, die Rentenversicherung, Unfallversicherungsträger, die Agentur für Arbeit und in manchen Fällen auch kommunale oder Landesprogramme. Welche Stelle zuständig ist, hängt nicht nur vom Hilfsmittel selbst, sondern auch vom Zweck ab: Geht es um medizinische Rehabilitation, Teilhabe am Arbeitsleben oder um Wohnumfeldverbesserung? Klassische Hilfsmittel, die im Hilfsmittelverzeichnis gelistet sind – etwa bestimmte Orthesen, Rollstühle, Aufstehhilfen oder Kommunikationshilfen –, werden in der Regel über die Kranken- oder Pflegekasse verordnet, sofern eine ärztliche Verordnung vorliegt. Bei Wohnumfeldverbesserungen spielt die Pflegeversicherung eine Rolle: Wer einen anerkannten Pflegegrad hat, kann Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds bekommen, etwa Türverbreiterungen, Rampen oder fest installierte Hebe- und Liftsysteme. Auch der Umzug in eine gegebenenfalls mit technischen Hilfsmitteln ausgestattete, barrierefreie Wohnung ist zuschussfähig. Allerdings sind besonders SmarthomeBausteine nicht automatisch förderfähig; oft müssen Betroffene und Beratungsstellen im Einzelfall argumentieren, warum eine bestimmte Lösung nötig ist, um Selbstständigkeit zu erhalten oder Pflege zu vermeiden. Für Berufstätige und Menschen in Ausbildung kommen weitere Töpfe ins Spiel. Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben wie ein barrierefreier Homeoffice-Arbeitsplatz, spezielle Steuerungstechnik oder Umbauten im häuslichen Arbeitszimmer können je nach individueller Situation von der Rentenversicherung, dem Integrationsamt oder der Agentur für Arbeit unterstützt werden. Auch Arbeitgeber können einspringen. Wer durch einen Arbeits- oder Wegeunfall behindert wurde, wendet sich an die zuständige Unfallversicherung, die ebenfalls Hilfsmittel und Umbauten zur Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit finanzieren kann. Wichtig ist, Anträge frühzeitig zu stellen und sich qualifizierte Beratung zu holen. Eine praktische Einstiegsadresse sind Wohn- und Hilfsmittelberatungsstellen, die jeweilige Schwerbehindertenvertretung, Behindertenverbände und Selbsthilfeorganisationen. Sie kennen regionale Förderprogramme, verweisen an die richtigen Kostenträger und helfen, Anträge zu formulieren. Auch spezialisierte Sanitätshäuser und Hilfsmittelzentren haben Erfahrung mit Kostenvoranschlägen und Begründungen für smarte Technik. br Für Recherche und Strukturierung dieses Beitrags kam ein KI-Tool zum Einsatz. Die finale Textfassung wurde von der Redaktion erstellt und geprüft. RuhrBots – soziale Roboter für den Alltag Im vom Bundesforschungsministerium geförderten Verbundprojekt „RuhrBots“ erforschen Hochschulen aus dem Ruhrgebiet, wie soziale Roboter bürgernah eingesetzt werden können. Ziel ist, Assistenzsysteme so zu gestalten, dass sie tatsächlich entlasten: Türen öffnen, Informationen geben, einfache Handreichungen übernehmen. „RuhrBots“ wird von der Hochschule Ruhr West koordiniert, beteiligt sind unter anderem die HSPV NRW, die Hochschule Niederrhein und das Fraunhofer‑Institut IMS. www.ruhrbots.de Robotics Institute Germany Mit dem „Aktionsplan Robotikforschung“ bündelt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt seine Förderung für Robotik – von der Industrie bis zur Service‑ und Assistenzrobotik. Herzstück ist das dezentrale „Robotics Institute Germany“, das die wichtigen Standorte der Robotikforschung vernetzen und als Talentschmiede ausbauen soll. „Mit dem Aktionsplan Robotikforschung bündeln wir die Kräfte und richten unsere Förderung strategisch aus“, heißt es dort programmatisch – ausdrücklich auch, um Anwendungen zu fördern, die den Alltag von Menschen unterstützen. robotics-institute-germany.de Opt‑IN – Smarthome praxisnah denken Das BMBF-geförderte Projekt „Opt‑IN“ an der TU Dortmund untersucht, wie Smarthome‑Technik datensouverän und alltagstauglich gestaltet werden kann. Im Rahmen von Hackathons entwickelt ein interdisziplinäres Team gemeinsam mit Start-ups, Städten und Zivilgesellschaft Lösungen für das „Smarthome von morgen“ – von barrierearmer Steuerung bis zu sicheren Plattformdiensten. opt-in.tu-dortmund.de Wer forscht woran? FOKUS 17 dbb magazin | Mai 2026
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