Einkommensrunde öffentlicher DienstHessen: Verhandlungen gestartet – 1.000 Beschäftigte demonstrieren
Die dritte Runde der Tarifverhandlungen für den hessischen Landesdienst hat begonnen. Zuvor setzten die Beschäftigten ein Zeichen.
„Jetzt gilt es: Der Innenminister muss die Karten auf den Tisch legen, damit wir zügig zu einem akzeptabel Abschluss kommen“, sagte der dbb-Verhandlungsführer Andreas Hemsing kurz vor dem Start der dritten Runde am 26. März 2026. Vor dem Verhandlungsort in Seeheim-Jugenheim wurde Innenminister Roman Poseck von protestierenden Beschäftigten in Empfang genommen, die ihre Forderung untermauerten. Hemsing unterstrich: „Die Bürgerinnen und Bürger wollen eine funktionierende Daseinsfürsorge – und ohne einen starken öffentlichen Dienst ist das nicht zu machen.“
Bereits am Vortag hatten 1.000 Demonstrantinnen und Demonstranten bei der Abschlusskundgebung vor der hessischen Staatskanzlei für höhere Einkommen demonstriert. „Lebensmittel, Mieten, Sprit und Nahverkehr: Wohin man schaut, ziehen die Preise an – und mit der aktuellen Weltlage wird das eher noch schlimmer. Deshalb brauchen die Beschäftigten ein ordentliches Einkommensplus“, forderte dort Hermann-Josef Siebigteroth (stellv. Vorsitzender der dbb-Bundestarifkommission und Bundesvorsitzender der VDStra..) „Der Staat muss faire Löhne zahlen, deshalb ist unser Forderung nach 7 Prozent mehr, mindestens 300 Euro absolut angemessen.“
Der stellvertretende Vorsitzende des dbb Hessen Richard Thonius forderte die Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten des Landes und der Kommunen. „Den Beamtinnen und Beamten in Hessen wurden immer wieder Sonderopfer abverlangt. Damit muss Schluss sein. Das Bundesverfassungsgericht hat klare Regeln aufgestellt, wie eine verfassungskonforme Besoldung auszusehen hat. Die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses ist dafür unerlässlich.“



