• Foto von einer Bühne auf eine protestierende Menschenmenge
    Bildergalerie
    Rund 1.000 Beschäftigte haben in Kiel demonstriert.
  • Menschen protestieren mit bunten Fahnen auf einem öffentlichen Platz
    Die Beschäftigten fordern eine Entgelterhöhung um 7,5 Prozent, mindestens aber 400 Euro
  • Ein Mann mit einer Pauke steht in einem Protestzug.
    Die Beschäftigten tun ihre Forderungen lautstark kund.
  • Blick von oben auf einen großen Protestmarsch
    Die Beschäftigten ziehen zum schleswig-holsteinischen Landtag
  • Zwei Männer stehen vor einem Plakat und blicken in die Kamera
    Kai Tellkamp, Landesvorsitzender des dbb schleswig-holstein, und Andreas Hemsing, Zweiter Vorsitzender des dbb und Fachvorstand Tarifpolitik
  • Eine Menschenmenge protestiert mit bunten Fahnen
    In Kiel tragen die Beschäftigten ihren Frust auf die Straße.
  • Ein Mann steht auf einer Bühne und spricht in ein Mikrofon
    Hemsing: "Wir erwarten Wertschätzung und ein konkurrenzfähiges Angebot."

Einkommensrunde DataportDie Beschäftigten schultern die Digitalisierung – Einkommensplus nötig

Nach zwei Verhandlungsrunden ohne tragfähiges Angebot der Dataport AöR ist die Enttäuschung groß. In Kiel tragen die Beschäftigten ihren Frust auf die Straße.

Arbeitnehmende

„Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass bei steigender Aufgabenlast auch das Einkommen mitziehen muss“, betonte Andreas Hemsing, Zweiter Vorsitzender des dbb und Fachvorstand Tarifpolitik, auf der Kundgebung in Kiel am 12. März 2026. „Wer die Verwaltung im Norden digitalisieren will, kommt nicht an den Beschäftigten der Dataport vorbei. Die Digitalisierung ist absolut notwendig, bedeutet aber Aufwand. Und am Ende des Tages sind es die Beschäftigten, die das schultern müssen.“ 

Leider seien die Angebote, die die Dataport bisher vorgelegt hat, allenfalls eine Verschlimmbesserung der bestehenden Konditionen. „Das ist viel zu weit von unseren Forderungen entfernt“, machte Hemsing deutlich. „Wir erwarten Wertschätzung und ein konkurrenzfähiges Angebot. Deshalb demonstrieren wir heute, um zu zeigen, dass wir die Enttäuschung der letzten Verhandlungsrunde nicht einfach hinnehmen.“ In Kiel protestierten rund 1.000 Beschäftigte, gleichzeitig wurden alle Geschäftsstellen der Dataport bestreikt.

Das sind die Kernforderungen des dbb: 

  • Entgelterhöhung um 7,5 Prozent, mindestens 400 Euro
  • 2 zusätzliche Urlaubstage für alle Beschäftigten
  • Anhebung der Ausgleichszahlungen für Sonderformen der Arbeit
  • Laufzeit 12 Monate

Hemsing wies auch auf die Herausforderungen durch den demografischen Wandel hin: „Die Digitalisierung der Verwaltung ist ein langfristiges Projekt und wir brauchen jeden klugen Kopf. Die Dataport muss finanzielle Anreize für Auszubildende setzen, um mehr Nachwuchs zu gewinnen.“ Der dbb fordert deshalb, auch die Auszubildenden-Entgelte um 200 Euro zu erhöhen. 

Hintergrund: Für die Tarifbeschäftigten bei der Dataport gilt seit 2008 ein Haustarifvertrag mit den allgemeinen Arbeitsbedingungen und einer eigenständigen Entgelttabelle. Die Eingruppierungsregelungen sind 2013 neu geschaffen worden. Der TV Dataport hat eine vom allgemeinen Ländertarif losgelöste Entgeltordnung. Seit 2013 gilt zudem ein eigenständiges Tarifrecht für Nachwuchskräfte, Auszubildende und Dualstudierende bei Dataport. Die dritte Verhandlungsrunde findet am 18. März 2026 in Hamburg statt.

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