• Menschen in grünen Warnwesten demonstrieren auf einem öffentlichen Platz.
    Bildergalerie
    400 Beschäftigte der Autobahn GmbH demonstrieren in Hamburg
  • Ein Mann in einer grünen Warnweste spricht an einem Rednerpult.
    Thomas Plaszczyk: „Infrastruktur ist kein Selbstläufer."
  • Ein Mann in einer pinken Warnweste spricht an einem Rednerpult.
    Dietmar Knecht: „Ohne die Beschäftigten der Straßen- und Verkehrsbetreibe gerät Deutschland ins Stocken."
  • Eine Frau in orangener Uniform steht in einer Menschenmenge.
    Die Beschäftigten der Autobahn GmbH streiken in Hamburg.
  • Fünf Männer stehen vor einem Gebäude und strecken die Daumen hoch.
    Freie Fahrt für die Tarifverhandlungen.
  • Ein Mann wird von einem Fernsehteam interviewt
    Thomas Plaszczyk: "Attraktive Arbeits- und Ausbildungsplätze sind gerade in Zeiten des Fachkräftemangels auch im Interesse der Arbeitgeberin."
  • Menschen mit bunten Fahnen protestieren auf einem öffentlichen Platz
    Hunderte Beschäftigte der Autobahn GmbH demonstrieren in Halle (Saale)
  • Menschen demonstrieren mit bunten Bannern auf einem öffentlichen Platz
    Die Autobahn GmbH muss mehr in ihre Beschäftigten investieren

Einkommensrunde Autobahn GmbH 2026Autobahn-Beschäftigte bestreiken den Elbtunnel

Kurz vor der dritten Verhandlungsrunde mit der Autobahn GmbH streiken die Beschäftigten in Hamburg und Halle (Saale).

Autobahn

Hermann-Josef Siebigteroth, Bundesvorsitzender des VDStra. (Fachgewerkschaft der Straßen- und Verkehrsbeschäftigten), betonte: „Wir erwarten bei den Verhandlungen am Mittwoch endlich eine Einigung. Die Arbeitgeberin war bereits auf einem guten Weg, hat aber kurz vor der Ziellinie gebremst. Aber blockieren können wir auch. Deshalb sind wir in den letzten Wochen bundesweit auf die Straßen gegangen und haben für mehr Einkommen und bessere Arbeitsbedingungen protestiert.“

Bei dem Warnstreik am 23. Februar 2026 am Hamburger Elbtunnel sagte Dietmar Knecht, Vorsitzender des dbb Mecklenburg-Vorpommern: „Ohne die Beschäftigten der Straßen- und Verkehrsbetreibe gerät Deutschland ins Stocken. Das sehen wir hier im Elbtunnel bereits. Wir fordern deshalb von der Autobahn GmbH uns die entsprechende Wertschätzung die wichtige und gefährliche Arbeit ihrer Beschäftigten. 7 Prozent, mindestens aber 300 Euro mehr Einkommen müssen drin sein.“

Thomas Plaszczyk, stellv. Landesvorsitzender und des VDStra. Mecklenburg-Vorpommern stellv. Bundesvorsitzender, ergänzte: „Infrastruktur ist kein Selbstläufer. Unsere Kolleginnen und Kollegen planen und bauen Straßen, Tunnel und Brücken und halten sie instand. Wir bewegen Deutschland. Deswegen erwarten wir auch von der Autobahn GmbH, dass sie sich in Sachen Einkommen, Ausbildung, Krankenzusatzversicherung und Übernahme bewegt.“

In Halle (Saale) bestreikten am 24. Februar 2026 Beschäftigte der Autobahn-GmbH die Niederlassung ihrer Arbeitgeberin. Bei der Demonstration erklärte Plaszczyk: „Morgen wird in Berlin weiterverhandelt. Die Kolleginnen und Kollegen, die aus ganz Deutschland heute angereist sind, erwarten von der Autobahn GmbH klare Zusagen, was Einkommen, Ausbildungsentgelte und Krankenversicherung angeht. Die Argumente sind auf unserer Seite. Denn attraktive Arbeits- und Ausbildungsplätze sind gerade in Zeiten des Fachkräftemangels auch im Interesse der Arbeitgeberin.“

Hintergrund: Bislang waren die Einkommensrunden der Autobahn GmbH an die TVöD-Einkommensrunden gekoppelt. 2026 wird separat verhandelt. Rund 15 000 Beschäftigte sind betroffen. Die dritte Verhandlungsrunde ist auf den 25. und 26. Februar 2026 angesetzt.

Forderungen: Der dbb fordert 7 Prozent mehr Lohn bei einem Mindestbetrag von 300 Euro als soziale Komponente. Auch die Ausbildungsentgelte müssen um 300 Euro steigen. Bei erfolgreichem Abschluss der autobahninternen Ausbildung muss die Übernahme in die Erfahrungsstufe 2 erfolgen. Weiter erwartet der dbb die Einführung einer wertigen betrieblichen Krankenzusatzversicherung und die volle Bezahlung von höherwertigen Tätigkeiten ab dem 1.Tag der Übernahme.

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